Das Angebot klingt zu gut um wahr zu sein: ein Haus in Italien für einen Euro. Seit die sizilianische Gemeinde Salemi dieses Modell erfunden hat, haben Dutzende Dörfer und Kleinstädte nachgezogen – in der Toskana, auf Sizilien, in den Marken, im Piemont. Was steckt wirklich dahinter?
Renovierungsbedürftig und mit Auflagen
Die Häuser sind fast ausnahmslos in schlechtem bis katastrophalem Zustand. Die meisten stehen seit Jahren leer, frühere Eigentümer sind längst weggezogen. Bürgermeister sprechen offen davon, dass Renovierungskosten von mindestens 25.000 Euro realistisch sind – oft deutlich mehr. Der Kauf ist in nahezu allen Fällen mit Auflagen verbunden: Wer nicht renoviert, verliert das Eigentum wieder.
Das spricht trotzdem dafür
Für Menschen mit handwerklichem Geschick, Zeit und einem realistischen Budget kann ein 1-Euro-Haus ein echter Einstieg sein – vor allem in Regionen, die sonst kaum erschwinglich wären. Die Gemeinden sind meist kooperativ, die Lage oft malerisch.
Augen auf, Zahlen kennen, Erwartungen realistisch halten. Dann kann aus dem Euro-Haus tatsächlich ein Zuhause werden.
Newsletter-Anmeldung



